Bootstrap 4 Alpha veröffentlicht – was ist neu?

Stiefel

Im September dieses Jahres hat das Team um Mark Otto (@mdo) den ersten Alpha Release der Version 4 des beliebten Responsive-CSS Frameworks Bootstrap veröffentlicht. Nachdem ich, trotz einiger Mängel hinsichtlich responsive Design in den bisherigen Releases, selbst ein Fan dieses Frameworks bin, ist es Zeit einen ersten Blick auf die neue Version zu werfen.

rem & em statt Pixel

Die für mich persönlich wichtigste Änderung mit Bootstrap 4 ist der Umstieg von Pixel auf em bzw. rem als Basiseinheit. Das macht ein auflösungsunabhängiges Design wesentlich einfacher und wird bestimmt einige Entwickler von der Konkurrenz wie Zurb´s Foundation – wo em & rem schon länger Standard sind – zu Bootstrap wechseln lassen.

Endlich: Ein feineres Grid-System

Vorbei sind die Zeiten in denen man zusätzliche Breakpoints über eigene Less/Sass Files in das Framework einfließen lies. Es gibt nun eine feinere Abstimmung der einzelnen Breakpoints (5 statt bisher 4), die eine bessere Adaptierung des Layouts an die unterschiedlichen Mobilgeräte erlaubt.

Sass ersetzt Less

Als CSS Preprocessor kommt in Version nicht mehr Less zum Einsatz sondern Sass. Sofern man allerdings nicht eine personalisierte Variante des Frameworks aus den Sources generien möchte, ist diese Umstellung für viele Anwender zu vernachlässigen.

Flexbox-Support

Das neue Grid kann optional auf den Display-Type “flex” kompiliert werden. Eine umfangreiche Erklärung zu den Vor- und Nachteilen des Einsatzes der Flexbox-Technik hat Nick Pettit auf treehouse.com veröffentlicht.

Cards ersetzen Wells, Thumbnails und Panels

Die drei sehr ähnlichen Komponenten Wells, Thumbnails und Panels werden in Zukunft durch eine Komponente namens Cards ersetzt. Ein guter Schritt um die Anzahl der Komponenten zu reduzieren und das Framework übersichtlicher zu gestalten.

Reboot ersetzt normalize.css

Die HTML-Resets, die bisher durch normalize.css realisiert wurden, werden nun durch ein neues Modul namens Reboot umgesetzt. Reboot erweitert die Funktion von normalize.css und kommt in einem einzigen Sass-File daher, wodruch das Customizing vereinfacht wird. Nachdem mir bisher keine gravierenden Probleme mit normalize.css bekannt sind, wird auch diese Änderung wenig ins Gewicht fallen.

Konfigurationsvariablen in Sass-File

Um das Customizing des Frameworks zu vereinfachen, sind sämtliche Konfigurationsparameter in ein eigenes Sass-File gewandert. Dort können die Parameter mittels Sass-Variablen deklariert werden.

Keine Unterstützung von Internet Explorer 8

Heureka! Das Bootstrap Team hat den IE8 von der Liste der unterstützten Browser gestrichen. Einer der Hauptgründe war der Umstieg von Pixel auf rem/em, die nur bedingt vom IE8 unterstützt werden.

Optimierungen und mehr

Neben diesen grundlegenden Änderungen zu Version 3 wurden auch viele Optimierungen unter der Haube vorgenommen. Zu diesen zählt zum Beispiel die Neuentwicklung sämtlicher JavaScript Bibliotheken oder eine Verbesserung der automatischen Positionierung von Tooltips und Popovers.

Ich persönliche freue mich schon auf die erste Umsetzung eines realen Projekts mit dem neuen Framework. Vor allem die Änderung der Basis-Einheit ist mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung.

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