Wann Du die Finger vom eigenen Shopsystem lassen solltest…

...und welche alternativen Möglichkeiten es für diesen Fall gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

Es scheint zu schön um wahr zu sein: Du hast einige interessante Produkte und möchtest diese an den Mann bringen. Heutzutage bietet sich dafür der digitale Vertrieb über einen Online-Shop als kostengünstiger und lukrativer Einstieg im Vergleich zu einem Ladenlokal an.

Es sieht für einen Laien auch sehr verlockend aus: Hosting für Shopsysteme inklusive Domain werden für wenige Euros pro Monat feil geboten und die Software für den Einstieg in den E-Commerce wird dank Open-Source zu Hauf kostenlos angeboten und bietet einen enormen Umfang.

Wenn Du gerade am Anfang Deiner Selbständigkeit stehst und dieses Thema genau so siehst wie oben beschrieben, empfehle ich Dir folgende Checkliste durchzugehen und den Betrieb eines eigenen Shops nur in Erwägung zu ziehen, wenn Du alle Punkte mit einem klaren JA beantworten kannst:

  1. Du kannst pro Monat € 50,- in eine Hosting-Lösung investieren
  2. Du hast ein Budget von mindestens € 1.000,- um Dir das System von einem Experten grundlegend einrichten und konfigurieren zu lassen
  3. Du kannst pro Monat € 100,- für regelmäßige Updates Deines Systems aufbringen
  4. Deine Produkte sind einzigartig oder enthalten einen Mehrwert (z.B. günstigster Preis), die Dich vom Markt abheben
  5. Du kannst weitere € 200,- pro Monat in einen Entwickler für die Adaptierung des Systems an Deine Anforderungen investieren

Solltest Du mit Deinem Business-Case diese Kriterien nicht erfüllen können – zum Beispiel aus Mangel an Budget -, Du aber dennoch im E-Business erfolgreich sein möchtest, empfehle ich Dir folgende Lösungen:

  1. Out-of-the-Box Lösungen wie Shopify ermöglichen einen sorgenfreien Einstieg in den E-Commerce für wenig Geld. Diese Lösung ist nur bediengt individualisierbar aber in jedem Fall ein guter Anfang um zu sehen, ob sich eine Geschäftsidee umsetzen lässt.
  2. Nütze ein etabliertes System wie Amazon mit seinem „Verkaufen über Amazon“ um Deine Produkte zu vertreiben.

Wie ich zu diesem Schluss komme?

Ich habe das Glück bereits seit 15 Jahren im spannenden Umfeld des E-Commerce arbeiten und Erfahrungen sammeln zu dürfen. Und ich habe täglich in den Foren der unterschiedlichsten Open-Source Systeme mit Anwendern zu tun, die verzweifelt um Hilfe bitten weil sie technische Probleme haben. Allerdings fehlt auch oft das Budget um einen Techniker für seine Unterstützung zu bezahlen, obwohl es zumeist aus technischer Sicht simple Lösungen gibt.

Das Resultat ist meistens ein völlig verunsicherter Anwender, vergraulte Kunden, ein Umsatzverlust sowie ein nicht funktionsfähiges System.

Daher empfehle ich – vor allem bei Budgetmangel schon in diesem kleinen Bereich – jedenfalls den Einsatz der angeführten Alternativen. Du sparst Dir damit viele Kopfschmerzen und kannst Dich auf Deine Kernkompetenzen – das Verkaufen und Vermarkten – konzentrieren. Sollte sich Dein Business-Case innerhalb weniger Monate als erfolgreich und profitabel erweisen, steht einem Umstieg auf eine eigenständige E-Commerce Applikation nichts im Wege.

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...und welche alternativen Möglichkeiten es für diesen Fall gibt, erfährst Du in diesem Artikel.
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